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Honorarkonsul der Slowakischen Republik

in Hamburg und Schleswig-Holstein

Willkommen in der Slowakei!

Seit April 2019 hat die Slowakische Republik eine konsularische Vertretung in Hamburg und Schleswig-Holstein: Dr. Michael Stein ist als Honorarkonsul für beide Bundesländer zuständig. „Ich freue mich über die Ernennung und sehe meine Rolle als Honorarkonsul in der Förderung der Beziehungen zwischen Hamburg, Schleswig-Holstein und der Slowakei. In erster Linie möchte ich Flagge zeigen und den Bekanntheitsgrad des Landes steigern.“ Michael Stein engagiert sich ehrenamtlich auch im Stiftungsrat der Stiftung zur Förderung der Bucerius Law School und im Vorstand der Kühling Stiftung. Hauptberuflich ist er Rechtsanwalt für Arbeitsrecht und allgemeines Vertragsrecht und Partner der Kanzlei Asche Stein Glockemann Verstl Wiezoreck in Hamburg. Der gebürtige Hamburger ist verheiratet und hat zwei Kinder.

„Mein Herz schlägt vor allem für die Kulturlandschaft und die Geschichte des jungen Staates in Mitteleuropa, der 1993 aus der Teilung der Tschechoslowakei hervorging und seit 2004 Mitglied der Europäischen Union und der NATO ist. Auf seinem Territorium findet man historische Sehenswürdigkeiten, abwechslungsreiche Naturlandschaften, eine reiche Volkskultur und wunderschöne Folklore.

 

Ebenso setze ich mich als Mittler und Förderer der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Hansestadt, Schleswig-Holstein und der Slowakei ein. Voraussetzung dafür sind für mich der Erfahrungsaustausch, Begegnungen und der Dialog zwischen den Unternehmen beider Länder, die ich als Honorarkonsul unterstütze. Gern möchte ich den Hamburgern und Schleswig-Holsteinern die slowakische Kultur näher bringen. Ob Musik, Tänze, Trachten oder Traditionen – jede Region, jede Stadt oder Gemeinde in der Slowakei hat ihre eigene Folklore. Außerdem bin ich Ansprechpartner für slowakische Staatsbürger in Norddeutschland, die Unterstützung oder Hilfe benötigen.

 

Es ist mir eine Ehre, die Slowakei in Hamburg und Schleswig-Holstein repräsentieren zu dürfen. Ich sehe das Amt des Honorarkonsuls auch als ein Zeichen für die Internationalität Norddeutschlands sowie für das stärkere Zusammenwachsen eines geeinten Europas.“

Dr. Michael Stein,
Honorarkonsul der Slowakischen Republik
in Hamburg und Schleswig-Holstein

Wichtiger Hinweis

Der Honorarkonsul hat keine Befugnisse zur Ausstellung von amtlichen Dokumenten. Für jedwede Art von Dokumenten (Pass, Ausweis, Vollmachten) müssen Sie sich daher an die Konsularabteilung der Botschaft der slowakischen Republik in Berlin wenden.

Der Konsul ist zuständig für die Vornahme von Beglaubigungen. 

 

Kontakt

Wie die Botschaft in Berlin gehört die slowakische Vertretung in Hamburg und Schleswig-Holstein zur slowakischen  Außenverwaltung und ist eines von insgesamt fünf slowakischen Honorarkonsulaten (Bad Homburg, Hamburg, Hannover, Leipzig, Stuttgart).

Honorarkonsul der Slowakischen Republik
Dr. Michael Stein

Am Sandtorkai 76
20457 Hamburg

E-Mail: honorarkonsul@slowakei-hamburg.eu
Telefon:  (040) 41 34 41 110

Die Sprechstunden sind montags und mittwochs
von 15 bis 18 Uhr.

Über die Slowakei

Die Slowakei ist eine hoch industrialisierte und stark exportorientierte Volkswirtschaft. Der Exportanteil am BIP beträgt über 90 Prozent, davon 80 Prozent in andere EU-Mitgliedstaaten. Der Anteil der Industrie samt Baugewerbe beträgt ca. 35 Prozent des Bruttoinlandsprodukts; über 60 Prozent macht der Dienstleistungssektor aus; der Anteil der Landwirtschaft liegt seit längerem um drei Prozent.

Der industrielle Schwerpunkt liegt in der breit gefächerten Automobilbranche sowie in den Bereichen Elektronik, Metallbearbeitung und Maschinenbau. Die großen ausländischen Konzerne Volkswagen, PSA Peugeot/Citroën und Hyundai/Kia spielen im slowakischen Fahrzeugbau eine führende Rolle. 2015 wurden erstmals über eine Million neuer Automobile hergestellt; dies ist weltweit die höchste Kfz-Produktion pro Kopf der Bevölkerung.

Wirtschaftliche Beziehungen zwischen Hamburg und der Slowakei

321 Unternehmen in Hamburg unterhalten nach eigenen Angaben wirtschaftliche Beziehungen zur Slowakei.
Von diesen haben 26 eine Niederlassung (17), Produktionsstätte (1) oder Beteiligung (8) vor Ort in der Slowakei.

Außenhandel Hamburg mit der Slowakischen Republik in 2018

  • Im- und Export: 394,8 Mio. EUR (Rang 47) 100% 100%
  • darin Export: 248,7 Mio. EUR (Rang 35) 63% 63%
  • darin Import: 146,1 Mio. EUR (Rang 54) 37% 37%

Unberührte Naturschätze

Die unberührte Natur des Landes trägt einen bedeutsamen Teil zum Tourismus in der Slowakei bei. Insbesondere die Landschaft Tatra gehört zu den Hauptattraktionen des Landes. Über die Jahre hinweg haben sich hier aufgrund der gebirgigen Zusammensetzung des Bodens Wintersport- und Wandergebiete etabliert. Auch Mountainbiking und Jagen sind verbreitete Sportarten in der Region.

Um die unberührte Natur auch vor negativen Einflüssen zu schützen, wurden neun Nationalparks angelegt. Insbesondere im Winter zieht es viele Besucher in den Nationalpark Hohe Tatra, der sich zu einem beliebten Skigebiet entwickelt hat. Die Hohe und Niedere Tatra sind Teil der Karpaten und gehören somit zum zweitgrößten europäischen Gebirge. In der Slowakischen Karst befinden sich neben spektakulären Landschaften auch faszinierende Höhlen und Schluchten. Insgesamt ist das Land im Besitz von mehr als 4.000 Höhlen, zu denen auch die beleuchtete „Eishöhle“ Dobsinka ladova jaskyna gehört.

Tourismus Slowakei

Im Herzen Europas befindet sich die Slowakei. Das gebirgige Land wird geprägt von einer vielfältigen Kultur, unberührten Natur und geschichtsträchtigen Vergangenheit. Die wilde Natur, zahlreiche Wälder, Kalksteinfelsen sowie malerische Landschaften laden Besucher zu einer Wandertour ein. Kulturbegeisterte Reisende erfreuen sich im Süden des Landes über die zahlreichen mittelalterlichen Burgen, atemberaubenden Schlösser sowie historische Städte.

Eine alte Metropole in Europa

Die größte Stadt des Landes sowie auch gleichzeitig Landeshauptstadt ist das historische Bratislava. Auf einem 85 Meter hohen Felsen erbaut, dominiert die imposante Zentralburg (auch Pressburg) genannt, das Stadtbild. Heute dient sie als Repräsentationsgebäude. In ihm befindet sich auch ein Museum. Zu den kulturellen Highlights von Bratislava gehört auch die Altstadt, die mittlerweile zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Auch befindet sich in der Hauptstadt der im gotischen Stil errichtete Martinsdom.

Geschichte 

Das Gebiet der Slowakei war bereits seit ältester Zeit besiedelt. Allmählich entwickelten sich hier mehrere Kulturen, die im 4. Jahrhundert vor Chr. durch die Expansion der Kelten und während der ersten Jahrtausendwende durch die Kämpfe zwischen Germanen und Rom beeinflusst wurden.

Zur Zeit der Völkerwanderung kamen die ersten Slawen. Im Jahr 833 entstand das Großmährische Reich – der erste gemeinsame Staat der Vorfahren von Tschechen und Slowaken. Nach dem Fall Großmährens zu Beginn des 10. Jahrhunderts besetzten Stämme der Alten Magyaren das Gebiet und es wurde zusammen mit seinen Einwohnern für ein langes Jahrtausend Teil des ungarischen Staates. Nach dem Einfall der Türken in Mitteleuropa kamen in Ungarn die Habsburger an die Macht, die das Land bis 1918 beherrschten.

Aus der Sicht des slowakischen Volkes war vor allem das 19. Jahrhundert entscheidend, in dem die Slowaken erstmals ihr eigenes politisches Programm formulierten. Den vielversprechenden Aufschwung der nationalen Bewegung lähmte der österreichisch-ungarische Ausgleich im Jahr 1867 und die folgende Zeit der Magyarisierung, die volle 50 Jahre anhielt. Erst der Erste Weltkrieg aktivierte den Widerstand gegen Österreich und Ungarn, der im Jahr 1918 in der Ausrufung der Deklaration über die Verbindung der slowakischen Nation mit der tschechischen Nation in einer Tschecho-Slowakischen Republik gipfelte. 

Im Jahr 1939 entstand unter dem Einfluss internationaler Ereignisse der unabhängige Slowakische Staat. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Tschecho-Slowakei wieder erneuert. Die entscheidende Macht erwarb nach und nach die kommunistische Partei und erst die sogenannte „sanfte Revolution“ im November 1989 warf die kommunistische Diktatur nieder. Die demokratische Gesellschaft spülte mehrere wirtschaftliche, soziale und nationale Probleme an die Oberfläche, die den Zerfall des gemeinsamen Staates von Tschechen und Slowaken und die Entstehung der Slowakischen Republik (1. Januar 1993) zur Folge hatten.

Seit Mai 2004 ist die Slowakei Mitglied der Europäischen Union. Im Dezember 2007 trat die Slowakei dem Schengenraum bei und mit der Einführung der Gemeinschaftswährung Euro am 1. Januar 2009 wurde sie zum 16. Land der Europäischen Währungsunion.